Der Hörplanet zu Holger – Die Hörspielgurke
In den letzten Tagen hat der Hörplanet per Newsletter verlauten lassen, dass es kurzfristig doch eine auf 30 CDs limitierte Digi-Pack-Version von “Holgers Weltreisen – 05 – Holger in Australien” geben wird, die dann recht schnell ausverkauft war.
Nun meldet sich der Hörplanet auch zu den “Forderungen” einiger Fans nach Folge 4 auf CD zu Wort.
“Scheinbar gibt es doch ein paar Interessenten mehr für das DigiPak von “Holgers Weltreisen 5 – Holger in Australien”. Da sich aber eine weitere Auflage aufs Geratewohl nicht lohnen würde, müssen wir uns einen Überblick verschaffen, wie viele Exemplare noch benötigt werden.
Darum bitten wir alle, die es bis gestern NICHT MEHR geschafft haben, sich ein Exemplar der Folge 5 vorzubestellen, [an info@hoerplanet.de] zu antworten mit dem Betreff “Ich will Holger 5″.
In die Mail tragen Sie bitte Ihren vollständigen Namen ein, damit wir Sie später zuordnen können.
Außerdem haben sich doch einige da draußen gefragt, warum es Folge 5 auf CD gibt und Folge 4 nicht. Dazu nehmen wir natürlich auch gerne Stellung: Die Veröffentlichung von Folge 4 bei soforthoeren.de liegt nun schon fünf Monate zurück und wir müssen davon ausgehen, dass in dieser Zeit viele Gurken-Fans das Hörspiel dort gekauft haben, obwohl sie sonst, wenn es beides gab, eher die CD gewählt haben. Da wir aber nicht davon ausgehen können, dass diese ganzen Käufer nun auch eine CD kaufen werden, ist eine Auflage von Folge 4 mit dem Risiko verbunden, dass sie nicht ausreichend gekauft wird. Und leider ist die aktuelle Markt- und Wirtschaftslage so blöde, dass wir uns solche Investitionen, die im blödsten Fall nur die Lagerräume vollstellen und Geld kosten, nicht erlauben können. Denn davon haben Sie als Kunden unterm Strich und auf lange Sicht ja auch nix.
Und noch eine Kleinigkeit in eigener Sache: Wir hoffen, dass wir Licht in Ihr Dunkel bringen konnten und Sie unsere Entscheidungen nun nicht mehr als “Blödsinn” einstufen müssen – wie leider dieser Tage geschehen. Leider besteht die Hörspielwelt gerade hinter den Kulissen aus mehr, als nur dem fröhlichen Anhören der fertigen Werke. Dass da sehr viel Geld, Arbeit und Liebe zum Detail drin stecken, wird von manchen Leuten des Öfteren komplett vergessen, wenn mir-nichts-dir-nichts über Entscheidungen von uns die Nase gerümpft wird, vor allem in den Foren. Dabei sollte doch eigentlich seit den letzten drei Jahren hinlänglich bekannt sein, dass wir auch schon ohne kritisches oder sogar abfälliges Beäugen von außen immer bemüht sind, im Rahmen des Intern möglichen das Maximum im Sinne des Kunden zu bieten. Sie können uns glauben, dass das weder in der Hörspielbranche noch allgemein in der Wirtschaft eine übliche Praxis ist. Wir würden uns freuen, wenn diese Kritiker, die sich nun sicher angesprochen fühlen, darüber mal nachdenken, bevor sie beim nächsten Mal erneut Ankündigungen oder Entscheidungen von uns zerpflücken und anzweifeln. Wer sich weiter mit uns zu diesem und anderen Themen auseinander setzen möchte, ist herzlich eingeladen, zu uns ins Forum zu kommen: http://www.hoerplanet.de/board/jgs_portal.php
Also, auf in den Kampf um weitere “Holger in Australien”-Exemplare!”
Ohne zu wissen, auf welche Beiträge sich der Hörplanet in diesem Fall genau bezieht, ein paar Gedanken: Ist es nicht eigentlich ganz normal, dass Hörer ihre Wünsche oder aber auch ihr Missfallen über eine Veröffentlichungspolitik zum Ausdruck bringen? Letztlich zeugt dies ja von einem Grundinteresse an einem Produkt, es ist den Leuten also wohl nicht egal. Natürlich spielt die Art und Weise, genauergesagt der Ton in welchem Kritik geübt und Wünsche geäußert werden, eine entscheidende Rolle. Dass man sich als Label über unpassende Kommentare ärgert ist nur zu verständlich.
Als Hörer habe ich – auch dann, wenn ich schon Geld in viele Produktionen eines Labels gesteckt habe – natürlich keinerlei Forderungsrecht. Sehr wohl aber das Recht, zu äußern, dass mir eine Veröffentlichungspolitische Leitlinie nicht unbedingt zusagt. Selbst dann, wenn es dafür aus Label- und Marktsicht gute Gründe geben mag. Natürlich ist es nur fair, wenn man solche Punkte in einer entsprechenden Diskussion mitberücksichtigt. Aber ob man erwarten kann, dass sich jeder Gelegenheitshörer stets detailliert erstmal mit sämtlichen Hintergründen auseinandersetzt, bevor er seine Wünsche an die Öffentlichkeit trägt?
Setzt man dagegen zu einer größeren Kritik an der Veröffentlichungspolitik an, so kann man hierbei wohl nur fundiertes erwarten, wenn man sich über solche Dinge zumindest Gedanken macht und diese in seine Kritik miteinfließen lässt.
Wie auch immer: Ich für meinen Teil, finde es schade, dass es Holger 4 erstmal nicht auf CD gibt, auch wenn ich die Gründe des Hörplanets schon nachvollziehen kann. Aber wenn mich die Vergangenheit beim Hörplanet eines gelehrt hat, dann: sag niemals nie
Wie steht ihr zu diesem Thema: Bis zu welchem Grad und unter welchen Voraussetzungen haltet ihr das Äußern von Wünschen oder Missfallen über die Veröffentlichungspolitik eines Labels für angemessen?
Tags: Hörplanet, Hörspielgurke
Zuletzt aktualisiert am 27. November 2009




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