“Der Hörbuchmarkt hat endlos Platz” – Diskussion auf der Frankfurter Buchmesse
“Der Hörbuchmarkt hat endlos Platz, wenn man die Zielgruppen richtig kennt“, so Sabine Buss, Programmleitung beim zu Bertelsmann gehörenden Hörbuchverlag Random House Audio auf einer Podiumsdiskussion im Rahmen der Frankfurter Buchmesse, die sich mit der Frage beschäftigte, ob der Markt denn noch offen für weitere Hörbuch-Editionen ist, wie sie Random House Audio derzeit mit den Starken Stimmen herausbringt.
“Es gibt eine positive Zukunft für gute Hörbuch-Editionen – wenn man die Möglichkeit hat, viel Werbung zu schalten, die Qualität stimmt und die Verlage ihre jeweiligen Zielgruppen kennen, lautet ein Fazit der hochkarätig besetzten Podiumsdiskussion im Rahmen einer Veranstaltung des FOCUS Magazin Verlags auf dem FOCUS Forum Hörbuch.” so die Bewertung in einer aktuellen Pressemitteilung des audio media verlags, der seinerseits mit der Bild am Sonntag Thriller-Edition versucht, die Käufer zu locken.
Einig wird man sich auch darin, dass bezüglich der Sammlereditionen der Download-Markt verständlicherweise eine vernachlässigbare Rolle.
Weiter heißt es in der PM von audio media “„Das Preis-Leistungsverhältnis kommt bei allem Marktteilnehmern, vor allem jedoch beim Endkunden gut an“, ergänzte Thomas Bernik, Geschäftsführer audio media verlag und laut Moderator Balazs Csonka „Brandmaster der Editionen“. Er kündigte erstmalig die VOX CRIME Edition an, die audio media – bereits durch die Zusammenarbeit mit den Medienmarken ADACmotorwelt, Handelsblatt und P.M. erfolgreich – im Mai 2010 startet. „Wir bringen das Hörbuch im Grunde erstmalig ins TV. Das ist auch Gattungsmarketing. Das Hörbuch braucht den Schub eines so wichtigen Reichweitenmediums wie TV.“ Unter dem Claim „Hör gut zu, wenn du dich traust“ bündelt audio media erstmals Autoren im Bereich Modern Crime in einer Edition.”
Ohne Werbung läuft also nichts. Liest man sich die diversen Statements durch, scheint es, dass eine Präsenz im Buchladen allein nicht ausreicht, um die gewünscht guten Zahlen einzufahren.
Laut Axel Korda sind sagenhafte 7,6 Millionen Euro Bruttomediavolumen in die ersten drei Brigitte-Editionen geflossen. Zahlen, die im Hörspielsektor fast schon illusorisch anmuten dürften.
Aber nicht immer ist der Erfolg garantiert, die Geo-Edition des Random House Verlags blieb so beispielsweise hinter den Erwartungen zurück.
Auch wenn man hinsichtlich der hier diskutierten Verhältnisse nicht zwangsläufig auf den Rest des Marktes schließen kann, ergibt sich doch ein interessanter Einblick hinter die Kulisse. Mehr gibt es in der vollständigen Pressemitteilung des audio media verlags.
Tags: Buchmesse, Diskussion, Hörbuch-Edition, Lesung
Zuletzt aktualisiert am 26. Oktober 2009




Kommentar schreiben
Dein allererster Kommentar in unserem Blog muss zunächst noch redaktionell freigeschaltet werden. Alle weiteren Kommentare erscheinen sofort nach dem Abschicken.